TVH - VC Offenburg 1:3 PDF Drucken
Dienstag, 11. November 2008 um 19:01

Ein Killer-Wal geht baden

Orca war eine arme Sau. Das neue Maskottchen des TV Hausen hätte einen besseren Einstand verdient gehabt. Doch der aufgeblasene Killer-Wal war beim Regionalliga-Heimspiel gegen den VC Offenburg wie die Mannschaft von Trainerin Ulrike Weeber nicht bissig genug. Der TVH unterlag mit 1:3 (27:29, 19:25, 25:19, 17:25).

Dabei hatte man im Zabergäu auf den Obama-Effekt gehofft, aber auch der erst am Freitag aus seinem USA-Urlaub zurückgekehrte Patrick Reiner führte seine Mannschaft nicht zum Sieg. „Offenburg ist eben eine homogene, technisch ausgereifte Mannschaft, die dem Gegner das Leben schwer macht“, sagte Ulrike Weeber.

Dennoch wäre die Niederlage vermeidbar gewesen. Denn der TV Hausen fand schnell ins Spiel und lag am Samstagabend in der Brackenheimer Verbandssporthalle vor rund 200 Zuschauern im ersten Satz lange in Führung. Vor allem Diagonalspieler Fabian Buck sorgte immer wieder für die Punkte.

Eine Kiste Bier
Die Gäste gingen beim 21:20 erstmals in Führung, doch Hausen blieb dran. Allerdings vergab Buck beim 24:23 einen Satzball. „Das kostet eine Kiste Bier“, sagte der langjährige TVH-Führungsspieler Markus Strittmatter, der inzwischen die zweite Mannschaft trainiert. Der vergebene Satzball war folgenschwer, denn Offenburg gewann den Durchgang mit 29:27. Auch für Gästetrainer Viktor Scherbakoff war dieser erste Satz richtungsweisend: „Wenn Hausen diesen Satz gewinnt, bekommen wir eine andere Geschichte.“

Und der Killer-Wal wanderte mit der Mannschaft auf die andere Seite. Aber auch im zweiten Satz brachte der Plastik-Orca dem TV Hausen kein Glück. Denn der Gastgeber lief im zweiten Satz beim 19:25 fast stetig einem Rückstand hinterher. „Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht“, sagte Patrick Reiner. Offenburg war vor allem im Angriff durchschlagskräftiger, denn Hausens Malte Stiel fand an diesem Abend nicht richtig ins Spiel, und dem Block fehlte die Konstanz.

„Wir können mitspielen, aber wir können das Niveau nicht mithalten“, sagte Ulrike Weeber. Dass sie mitspielen können, zeigten die Hausener besonders im dritten Durchgang. Hier ließen sie den Gästen keine Chance. Dies lag auch daran, dass Malte Stiel einige gelungene Aktionen feierte und dadurch Fabian Buck und Mittelangreifer Tobias Ballat entlastet wurden. So führte der TVH zwischenzeitlich sogar mit 22:13 und gewann den Satz schließlich ungefährdet mit 25:19. Doch so richtig mochte sich das Maskottchen nicht an seine neue Umgebung gewöhnen. Wladimir Scherbakoff, der Offenburger Trainersohn, sorgte im vierten Satz mit harten Sprungaufschlägen für eine beruhigende 4:0-Führung.

Ohne Gegenwehr
Zwar kämpfte sich das Weeber-Team noch einmal zum 8:8 und 10:10 heran. Doch die Aufholjagd hatte Substanz gekostet. Daher war es nicht überraschend, dass man sich dem VC Offenburg nun ergab, der fast ohne Gegenwehr zum deutlichen 25:17 das Match beendete. Und für Orca könnte der Anfang schon das Ende gewesen sein.

TV Hausen: Ch. u. P. Reiner, Ballat, Stiel, Orsolic, Geiger, Buck, M. Weeber, Kleinscheck, J. Brenner.

 
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