TV Hausen - USC Konstanz 2:3 PDF Drucken
Montag, 23. Januar 2012 um 17:56

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Wackelpartie mit bitterem Ende

"Float" − dieses Wort war am Samstagabend in der Brackenheimer Verbandssporthalle oft zu hören. Mit dem englischen Begriff warnen Volleyballer vor einem druckvollen, aber wackeligen Aufschlag. Der Ball schwankt hin und her, ändert seine Flugbahn, und ist für den Gegner schwer zu nehmen.

Instabil, schwankend, unruhig − der Float mag auch eine gute Umschreibung für das Heimspiel des Regionalligisten TV Hausen gegen den USC Konstanz sein. Nach einem extremen Auf und Ab unterlag Hausen schließlich mit 2:3 (25:20, 17:25, 25:15, 18:25, 7:15).

Rückstand Es war ein Spiel, das Fragezeichen im Kopf hinterlässt. Wer scheiterte woran? Beide Mannschaften hatten gute Momente, Hausen besonders im dritten Satz. Da waren die Gastgeber lange einem Rückstand hinterhergelaufen, drehten nach dem 12:12 aber richtig auf. Tobias Ballat und Kai-Uwe Hollmann reagierten prima am Netz, der Block stand gut, Rückkehrer Heiko Figgemeier setzte die Konstanzer Abwehr mit platzierten Angriffen unter Druck. "Wie in alten Zeiten", hörte man zwischen den rund 60 Zuschauern, und: "Das war nötig."

Nötig wären aber auch konstant starke und sichere Spielzüge gewesen, und die konnten die Hausener über fünf Sätze einfach nicht bieten. Die Annahme sah über weite Strecken schlecht aus, Aufschlagfehler nahmen der Mannschaft in wichtigen Momenten zusätzlich die Sicherheit und das Selbstvertrauen, davonziehen zu können.

Wäre der USC im Angriff konsequenter gewesen, das Spiel hätte schneller entschieden sein können. An den Fehlern des Gegners zogen sich Hausen und Konstanz immer wieder nach oben, an den eigenen scheiterten sie kurz darauf wieder. Bis die Gäste vom Bodensee das Konzentrationsduell im fünften Satz für sich entschieden.

Danach war es erst einmal still. Hausens Trainerin Ulrike Weeber musste raus, Frust ablassen. Sie konnte keine Worte finden. "Es ist schwierig, etwas zu dem Spiel zu sagen. Wir müssen uns erst einmal zusammensetzen, und schauen, wie es weitergeht."

Bedrückt Mittelblocker Tobias Ballat hatte sichtlich mit dem Ergebnis zu kämpfen. "Wir konnten kaum über die Mitte spielen", sagte er enttäuscht. "Es ist bitter." Heiko Figgemeier, der zuerst auf der Diagonalposition für den verletzten Peter zum Einsatz kam und später gemeinsam mit Jonathan Brenner den Außenangriff übernahm, war bedrückt. "Das Spiel wäre wichtig gewesen. Aber uns hat der Kampfgeist gefehlt."

Hausen habe im fünften Satz aufgegeben, fand USC-Trainer Jürgen Eck. "Sie haben sich nicht mehr so gewehrt, auch von der Körpersprache her", sagte er, und ließ zur Verdeutlichung die Schultern sinken. In Triumphgeheul verfiel Eck aber nicht, trotz des Sieges. "Das war kein gutes Spiel, von beiden nicht", sagte er. "Hausen hatte Annahmeprobleme und wir hatten Angriffsprobleme." Einen Erfolg hat er dennoch errungen: Nach dem Rauswurf von Ex-Trainer Antonio Bonelli verließen acht Spieler das USC-Team. Eck zog die zweite Mannschaft hoch. Hausen spielte also gegen ein Team aus Verbandsligaspielern. Es dürfte ein weiterer Stich für den Tabellenletzten sein.

TV Hausen: Ballat, Brenner, Figgemeier, Geiger, Hollmann, Kleinscheck, Neuffer, Reiner, Weeber.

 
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