TVH - TSV Schmiden 0:3 PDF Drucken
Samstag, 28. Februar 2004 um 08:57

Eine Demontage ohne Gegenwehr

Regelrecht vorgeführt wurden die Regionalliga-Volleyballer des TV Hausen bei der 0:3-Klatsche des Spitzenreiters TSV Schmiden. Nur 49 Minuten benötigte der Tabellenführer, um seinen Brackenheimer Betriebsausflug wieder beenden zu können.

Damit steht der TSV unmittelbar vor dem Titelgewinn und Aufstieg in die zweite Bundesliga. "In einer Woche wollen wir die Meisterschaft gegen Offenburg klarmachen", sagte Ex-Bundesligaspieler Christian Kilgus selbstbewusst. Schmiden braucht bei vier Punkten Vorsprung auf TuS Durmersheim und den VC Offenburg nur noch einen Sieg aus den verbleibenden drei Spielen.

"Nach dieser katastrophalen Leistung muss ich mich bei den Zuschauern entschuldigen", suchte Kapitän Markus Strittmatter gar nicht erst nach Ausflüchten. Der Gastgeber, dessen hervorstechenden Eigenschaften einst die solide Abwehr, die enorme Kampfkraft und die außergewöhnliche mentale Stärke waren, ließ diesmal alle diese Tugenden auch zum Entsetzen seiner Trainerin vermissen.

Völlig niedergeschlagen saß Ulrike Weeber minutenlang sprachlos in der Halle. Ihre Mannschaft hatte beim von Schmiden locker und ohne Gegenwehr herausgespielten 25:14, 25:19, 25:18-Spaziergang vor 250 Zuschauern in der Brackenheimer Verbandssporthalle am Samstagabend nicht den Hauch einer Chance. Sie hatte zu keinem Zeitpunkt in dieses Match gefunden.

Eine schwache Annahme, Fehler im Block, kein Durchsetzungsvermögen im Angriff und ein schwacher Aufschlag: Beim TV Hausen lief gar nichts zusammen. "Bisher haben wir immer versucht, den Zuschauern etwas zu bieten, auch wenn es um nichts mehr geht", sagte der Kapitän. Bereits beim vorangegangenen Punktspiel hatte es für Hausen ebenfalls eine 0:3-Pleite beim TuS Durmersheim gesetzt.

"Die Mannschaft hat inzwischen nicht mehr die Einstellung, solche Spiele gewinnen zu können", bemängelte Strittmatter das fehlende Engagement. Im Hinspiel hatte das Weeber-Team dem TSV Schmiden noch eine von bisher zwei Saison-Niederlagen beigebracht, doch mit dem damals fehlenden Ex-Nationalspieler Michael Dornheim in seinen Reihen hatte der TSV gar keine Probleme.

Im ersten Satz hatten die Gastgeber schnell mit 1:7 in Rückstand gelegen, sodass Schmiden sein Pensum leicht herunterspulte und wie in einem Trainingsspiel auftrat. Mit 25:14 wurde dieser erste Durchgang entschieden. Zwar war der Rückstand im Verlauf des zweiten Satzes nicht ganz so groß wie im ersten, doch kam der Gastgeber auch hier nicht einmal in die Nähe einer sich anbahnenden Wende und auch im dritten Durchgang vermisste man ein Aufbäumen des TV Hausen.

In Dirk Taubert, Jochen Schmid, Christian Kilgus, Thore von Puttkammer und Michael Dornheim war der Tabellenführer mit fünf früheren Erstligaspielern angetreten, spielte seine ganze Routine und Überlegenheit souverän aus und degradierte Fritz Barth und Co. zu Statisten.

 
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