TVH - SV Fellbach 1:3 PDF Drucken
Samstag, 02. Oktober 2004 um 09:00

Eine Schmach fürs Weeber-Team

Lange Gesichter nach dem Heimauftakt: Die Regionalliga-Volleyballer des TV Hausen haben sich nach indiskutabler Leistung dem SV Fellbach mit 1:3 (26:24, 18:25, 22:25, 18:25) beugen müssen. Vor allem in Annahme und Zuspiel zeigte die Mannschaft am Samstagabend vor 200 Zuschauern in der Verbandssporthalle Brackenheim gravierende Schwächen.

Völlig frustriert schleuderte Ulrike Weeber ihrem Kapitän Markus Strittmatter ihren Schlüssel entgegen, schnappte ihre Sporttasche und flüchtete aus der Halle. Die Trainerin des TV Hausen musste Abstand gewinnen. Abstand von einer Mannschaft, die eigentlich die ihre war, die sie aber wohl selten zuvor in einem derart hilflosen Zustand erlebt hatte. Jahr für Jahr gehen die Volleyballer bestens vorbereitet in die Saison. Mit ausgiebigem Grundlagen-Ausdauertraining und gezielter Ball- und Taktikarbeit legt die Trainerin immer wieder die Basis für eine solide Verfassung ihrer Schützlinge. Auch im Vorfeld der dritten Regionalliga-Spielzeit war alles im grünen Bereich, so dass erneut Zuversicht herrschte. Die Auftakt-Niederlage gegen das Sammelbecken der Ex-Bundesligaspieler des TSV Schmiden (1:3) hatte Weeber einkalkuliert. Doch die Niederlage gegen den SV Fellbach, gegen den man sich einiges ausgerechnet hatte, war eine Schmach.

"Wir sind nicht in der Lage, die Dinge umzusetzen, die uns die Trainerin vorgibt", kritisierte Strittmatter. "Die Zuspiele sind zu einseitig auf die Hauptangreifer Fritz Barth und Chris Reiner gekommen. Auf diese Weise haben wir es versäumt, den gegnerischen Block auseinander zu reißen", sagte der Kapitän. Trainerin Ulrike Weeber war zu Beginn das Risiko zu groß, den am Daumen leicht verletzten Stamm-Zuspieler Patrick Reiner aufs Feld zu schicken. Dafür durfte ihr Sohn Moritz Weeber ran.

Zwar lief der TVH im ersten Satz lange einem Rückstand nach, drehte aber nach enormem Kraftakt diesen Satz (26:24) zu seinen Gunsten. Ab dem zweiten Durchgang lief beim Gastgeber kaum noch etwas zusammen: Durch die schlechte Annahme wurde auch das Zuspiel zu einem Problem, so dass die ausrechenbaren Angriffe eine leichte Beute der Fellbacher Abwehr waren. Ulrike Weeber versuchte durch die Hereinnahme von Patrick Reiner sowie Routinier Strittmatter jedoch vergeblich das Blatt noch zu wenden. Die in der Annahme auch nicht sattelfeste und daher schlagbare Fellbacher Mannschaft profitierte an diesem Abend von einem Gegner, der noch deutlich mehr Schwächen aufwies.

TV Hausen: Barth, Ballat, Strittmatter, Chris Reiner, Patrick Reiner, Weeber, Orsolic, Leonhardt, Oefner.

 
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