VLW Pokal-Finale PDF Drucken
Sonntag, 17. Oktober 2004 um 09:11

Die Leistungskurve zeigt nach oben


Die Volleyball-Zweitligisten TV Rottenburg bei den Männern und Allianz Stuttgart bei den Frauen sind die württembergischen Pokalsieger 2004. Die Gastgeber TV Hausen und TV Lauffen scheiterten trotz guter Leistungen am Einzug ins Finale.

Die Auslosung der Halbfinals bescherte den Lauffener Damen einen alten Bekannten. Die TG Biberach war vor einem Monat der Saison-Auftaktgegner des TVL. Gegenüber dem Saisonauftakt zeigte sich Lauffen in der Brackenheimer Verbandssporthalle deutlich verbessert, verlor den ersten Satz nur knapp mit 24:26, und auch in den Durchgängen zwei und drei reichte es zu 21 Gegenpunkten. TVL-Kapitän Mary Sailer sah am Sonntag offenkundige Fortschritte in den Bereichen Aufschlagannahme und Feldabwehr. "Wenn wir jetzt noch unsere Blockarbeit verbessern, dazu am Satzende unsere Nerven besser in den Griff bekommen, können wir an einem guten Tag auch gegen Teams wie Biberach bestehen."

Im zweiten Semifinale zwischen Zweitligist Allianz Stuttgart und Oberligist SV Holzgerlingen wurden die Allianz-Spielerinnen ihrer Favoritenrolle gerecht. Wie erwartet besiegten sie das Team aus dem Schönbuch klar mit 3:0 Sätzen. Das Endspiel zwischen Biberach und Stuttgart geriet zum spielerischen Höhepunkt des Damenwettbewerbs. Lange sahen die Biberacher wie die Sieger aus, gewannen den ersten Satz und führten im zweiten, ehe Stuttgart mit seinen starken Außenangreiferinnen das Spiel doch noch zu seinen Gunsten umdrehte und am Ende mit 3:1 gewann.

Beim Herrenwettbewerb musste Regionalliga-Schlusslicht TV Hausen zunächst gegen den Turnierfavoriten TV Rottenburg antreten. In der spannenden und phasenweise hochklassigen Partie mussten die Zabergäu-Volleyballer den ersten Satz trotz ständiger Führung knapp mit 24:26 abgeben. Beeindruckend, dass die in letzter Zeit so anfälligen Hausener jetzt nicht aufgaben. Im Gegenteil: Mit 25:16 überrannten sie den Zweitligisten. Tobias Ballat und Fritz Barth über die Mitte und Chris Reiner über die Außenposition waren in dieser Phase die Erfolgsgaranten. Allerdings konnten die Hausener das hohe Niveau nicht halten, gaben die Folgesätze knapp ab und unterlagen mit 1:3.

TVH-Trainerin Ulrike Weeber war mit ihrem Team denn hochzufrieden. "Wenn wir unser Heimspiel nächste Woche gegen Aalen mit dem gleichen Engagement bestreiten, müsste der erste Saisonerfolg möglich sein." Das zweite Halbfinale gewann der Regionalligist SV Fellbach gegen den VfB Friedrichshafen II mit 3:1. Der Aderlass der "Häfler" in Richtung VCO Berlin, wo vier Friedrichshafener im Rahmen der Junioren-Nationalmannschaft angeheuert haben, hat viel Substanz gekostet. Für Insider war das Ausscheiden des Zweitligisten deshalb keine Überraschung.

Im Finale waren die Fellbacher nur im ersten Satz, den sie mit 25:21 gewannen, ein ebenbürtiger Gegner. In den Folgesätzen aber ließen die Bischofsstädter dem SVF keine Chance. Hanaoui über außen, Masic über die Mitte und Seric aus dem Rückraum waren nur noch selten zu halten und führten den TV Rottenburg zum verdienten 3:1-Sieg.

 
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